Aus der Vereinsgeschichte...                                                                                  

Verschönerungsverein Bauerbach (VVB) / Heimat- und Kulturverein Bauerbach (HKB)

 

Wichtige Daten auf einem Blick:

 

Gründung Verschönerungsverein Bauerbach e.V.

1978

Umbenennung in Heimat- und Kulturverein Bauerbach e.V.

2009

1. Vorsitzende

Walter Matt (29.12.1978 - 17.1.1981)

Walter Weitzel (17.1.1981 - 13.3.1998)

Lothar Meinhard (13.3.1998 - 21.3.2004)

Joachim Deegener (31.3.2004 - 18.3.2016)

Ulf Debelius (seit 18.3.2016)

Zur Vorgeschichte

Nachdem es bereits 1935 Überlegungen zur Dorfverschönerung gab, begannen Anfang der 1960er Jahre interessierte Bauerbacher damit, örtliche Verschönerungsaktionen durchzuführen. Zum Beispiel wurden in Dorf und Gemarkung ausgemusterte Schulbänke und Bänke in Eigenbauweise aufgestellt oder zwischen Schule und Pfarrhaus ein Kinderspielplatz mit Springbrunnen installiert. In zahlreichen privaten Initiativen wurden Gärten und Grundstücke verschönert, ehemalige Mistplätze wurden unter Umständen zu Blumenbeeten. Die Gemeinde hatte 1960 bis 1964 jährlich am Wettbewerb „Unser Dorf, immer schöner“ teilgenommen und gewann 1962 einen ersten Preis.

 
A

Montage der ersten Ruhebank am „Scheppen Biehl“ (1961). Bild: Walter Weitzel

Um 1962 gesetzte Bank an der Bauerbacher Straße. Versetzt vom HKB an den Marktweg im Zuge der Neugestaltung der Ortseinfahrt. (2010) Bild: V. Weitzel

Ortsrundgang mit der Bewertungskommision des Wettbewerbs „Unser Dorf, immer schöner“ (1962)

Bild: Walter Weitzel

1977/78 regte sich wieder der Wille in der Bürgerschaft, die Dorfgestaltung selbst mit in die Hand zu nehmen. Ein neu gebildeter Ausschuss „Unser Dorf soll schöner werden“ fasste alle bisher bekannt gewordenen Initiativen der Bürger zusammen und beschloss, am Wettbewerb des Jahres 1978 teilzunehmen.

Der Verschönerungsverein

Ermutigt durch den Erfolg eines zweiten Platzes und als Folge des Plans, den provisorischen Ausschuss in einen Verein umzuwandeln, konstituierte sich auf einer Gründerversammlung Ende 1978 der Verschönerungsverein Bauerbach.

Für die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ zeichnete sich von nun an (und bis 1994) der VVB für die Durchführung verantwortlich.

Der Verein verfolgt seit Gründung ausschließlich gemeinnützige Zwecke, insbesondere durch Verschönerung und Gestaltung des Ortes. Die Pflege ausgewählter Baum- und Grünanlagen oder die Wartung von Bänken und Nistkästen bilden eine Reihe von Aufgaben im Vereinsjahr. Veranstaltungen zur Förderung des Gemeinsinns wie die Brunnenfeste, Wandern/Grillen mit der Ortenberggemeinde oder die Teilnahme am Pokalschießen wurden später durch kleinere Vereinsveranstaltungen abgelöst.

 
 
 

Rechts: Begrüßungsschilder an den Ortseingängen. (1978)

  B  
 
 

Bild: Walter Weitzel

Im Folgenden werden chronologisch u.a. solche Initiativen und Projekte des Vereins aufgeführt, die neben den jährlich durchgeführten Arbeiten stattfanden. Durch die jeweilige Abstimmung mit den zuständigen öffentlichen Stellen wie Ortsvorsteher und Ortsbeirat, sowie Vertreter der Kirchen und der Stadt Marburg, bemüht sich der Verein stets um breite Unterstützung. Art und Umfang des Engagements dieser jeweiligen Stellen sind bei den folgend genannten Projekten nicht immer in den Vereinsakten überliefert, so dass der Verein allen ungenannten Unterstützern an dieser Stelle herzlich dankt!

 

VVB - Mannschaft beim Pokalschießen*

Brunnenfest*

 

Ortsbesichtigung durch die Kommision im Landeswettbewerb*

Zeittafel

1978

29.12.78 Gründungsversammlung des VVB hervorgerufen durch den Ausschuss für Dorfverschönerung.

1979

  • Mitarbeit des VVB bei der Neuanlage des Außenbereichs der kath. Kirche.

  • Pflanzung einer Böschung am Sportplatz und am neuen Dorfplatz.

  • Planungsarbeit für einen Spielplatz am Schulpavillon.

 

 

 

1980

  • Mitarbeit bei Verschönerung des Geländes am Ehrenmal (auch 1991).
  • Montage und Reparatur von Spielgeräten am Spielplatz bei der Kirche.
  • Montage von Schaukästen für alle örtlichen Vereine am Bürgerhaus.
  • Erdarbeiten zum Richten eines Grenzsteins.
  • Pflaster- und Maurerarbeiten am seinerzeit verwahrlosten Dorfbrunnen.
  • Installation einer Brunnenpumpe und Wiederherstellung der Nutzbarkeit.
  • Anschaffung von Papierkörben im öffentlichen Dorfraum.

 

1981

  • Anbringung eines Hinweisschildes für die historische Böttner-Linde.

  • Beginn von Arbeiten zur Anlage eines Sumpfgebiets am Sportplatz. (Re. Bild)

  • Der VVB feiert das erste öffentliche Brunnenfest am 30.5.1981.

   Bis 1994 wurde das Fest rund alle 2 Jahre ausgerichtet.

 
  Wart
  Böttner
 
 

Böttner Linde in der Arzbach: Nach einem Sturmschaden in den 1990er Jahren starb der Baum langsam ab.(Bild: Walter Weitzel)

 
 

 

1982

 
  Brunnentrog
 
 

Der Steintrog von „Schielersch“ wird am bereits fertigen Brunnen gesetzt. (1981) (Bild: Walter Weitzel)

 
  Urkunde Plakette
 
  • Mit Unterstützung der Stadt Marburg erfolgt der Ausbau des Spielplatzes   an     der kath. Kirche durch den VVB mit freiwilligen Bauerbacher Bürgern.

 

  • Am östlichen Heideweg wird mit Hilfe des Ortsvorstehers und der Stadt          Marburg der Genzstein von 1756 restauriert.

 

  • Der Verein erhält für den Ort eine Plakette für die achtmalige Teilnahme   am    Wettbewerb „Unser Dorf...“

 

1983

  • Eröffnung der Foto-Dauerausstellung „Dorfbild in Bauerbach“,   welche seit 1981 in Zusammenarbeit mit der VHS in           mehreren Arbeitskreisen erarbeitet wurde und seitdem im      Bürgerhaus zu besichtigen ist.

 

  • Teilnahme an der 850 - Jahrfeier Bauerbachs mit mehreren     Motivwagen.

 

  • Als Versuch zur Erhaltung des hist. Pumphäuschens im         „Gemeindchen“ ist der Abbau und die Lagerung von Teilen      des Fachwerkgebäudes durch VVB-Mitglieder zu sehen. Das    Gebäude wäre sonst im Zuge des Straßenbaus zerstört         worden. (Rechtes Bild)

  Pumpenhaus
 

Bild: Walter Weitzel

 
   
   
   
   
  Wappen

 

1984

Der Verein stellt im Ort einen Antrag zur Fertigung eines Bauerbacher Wappens, welches am Bürgerhaus aufgestellt werden soll.

 

1985

Rund 50 neue Obstbäume werden am Marktweg gepflanzt.

1986

Am Bornweg werden 50 Obstbäume gepflanzt, und zusätzlich abgestorbene Bäume an Born- und Marktweg „ausgewechselt“.(Rechtes Bild von Walter Weitzel)

 
    Bornweg Pflanzung
 
 

1987

  • Setzung eines Erinnerungssteins am Dorfplatz anlässlich der 850-Jahrfeier.
  • Enthüllung des Bauerbacher Wappens am Brunnenfest.
   

1988

Anpflanzung von Bäumen neben dem neuen Tennisplatz.

 

1989

Antrag des VVB an den Ortsbeirat zur Anschaffung einer Kirchturmuhr.

(Montage/Fertigstellung durch die Kirchengemeinde 1995.)

 

1990

Aufbau einer Pergola zwischen Bürgerhaus und Kindergarten.

 

1991

  • Errichtung einer Benjeshecke durch VVB, Jugendliche und Junge Union.
  • Der VVB übernimmt für 15 Jahre die Patenschaft für rund 70 Bäume einer städtischen Streuobstwiese in der                    Gemarkung Bauerbach.
  • Ein Baumpatenprogrammen für Bauerbacher Bürger wird entwickelt.
 
  JU  

 
   
 
 

Bau der Benjeshecke 1991*

 
 
 

1992

  • Dorfkultureller Rundgang des Vorsitzenden mit Grundschülern.                                                 (Rechts Bild*)

 

  • Begrüßungstafeln werden an die Ortseingänge gesetzt.

 

  • An der Grundschule werden Schaukästen mit 2 Vogelplakaten     installiert.

 

1993

Der Neubau des Bushäuschen beim Bettenweg wird vom Verein bezuschusst.

 
  JU2  
 
 

Geplante Streuobstwiese vor Beginn der Anpflanzung.

 Bild: Walter Weitzel

 
 
  RundgangWalter

1994

Die Zuständigkeit für die Durchführung des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ geht an den Ortsbeirat über. Der Verein beteiligt sich in den kommenden Jahren in unterschiedlicher Weise.

 

1995

  • Die Bäume in der Streuobstwiese werden an Paten übergeben. Weitere städtische Bäume an Marktweg und        Bornweg folgen.
  • Die Hainbuche am Spielplatz Dorfmitte erhält ein Schild „Baum des Jahres“.

 

1996

  • Installation einer gusseisernen Info-Tafel am Wendeplatz (Waldeck), welche nach einem Entwurf des Vereins        hergestellt wurde.
  • Restaurierung und Neusetzung des in den 1960’er Jahren „abhanden“ gekommenen Grenzsteins am Rötheweg      mit finanzieller Unterstützung der Städte Marburg und Kirchhain.
  • Der verwitterte „Bechling-Grenzstein“ an der Bauerbacher „Zauhl“ wird durch eine Kopie ersetzt. Das Original befindet sich seitdem am Bürgerhaus.
 
  Collage2
 

Arbeiten zur Info-Tafel am Wendeplatz.

     Bild: Walter Weitzel 

 

Neusetzung des Grenzsteins am Rötheweg.

Bild: Walter Weitzel 

 

 

Setzung des neuen „Bechling-Grenzsteins”.

Bild: Walter Weitzel   

1997

Der Verein führte auch in diesem Jahr eine Vogelstimmenwanderung durch.

 
Grillhütte (*)
 

1998

Wandern/Grillen mit der Ortenberggemeinde

(wurde seit 1982 alle zwei Jahre veranstaltet).

 

1999 - Daten stehen aus -

 

2000

Der VVB veranstaltet einen Fotowettbewerb für eine

geplante Postkarte von Bauerbach. Seit 2001 ist die Karte erhältlich.

2001 - Daten stehen aus -

2002 - Daten stehen aus -

2003 - Daten stehen aus-

2004 - Daten stehen aus -

2005

Informationstafeln werden in einem fortlaufenden Projekt an Häusern angebracht und geben unter anderem Auskunft über die Baugeschichte und die Baudekoration, über die Nutzung und Umwidmung der Gebäude und über kulturelle und sozialgeschichtliche Einzelheiten.

2006

„Bauerbach – Das alte Dorf im Wandel“ ist der Titel eines Bildbandes, der vom Verein herausgegeben wird und über verlorengegangene bzw. veränderte historische Bausubstanz informiert.

2007

 

  • Im Eingangsbereich des Bürgerhauses zeigt der VVB    in einer eigenen Vitrine kulturelle Fundstücke aus dem    Ort. Seit Eröffnung der Dauerausstellung werden         jährlich 4 – 6 Themen ausgestellt. (Rechtes Bild)

 

  • Im Verein wird die Idee eingebracht, im Ort eine Art      „Dorfarchiv“ zu schaffen. Das Projekt könnte im Ort       erhaltene „Kulturgüter“ im Kirchweg in historischen       Räumlichkeiten für die Zukunft sichern und öffentlich      zugänglich machen. Der Verein bemüht sich seitdem     um die Realisierung des von Ortsbeirat und Kath.        Kirche unterstützten Projekts.
 
   
   
   
   
  VitrineEröffnung

2008

  • An der Scheune Gölzhäuser wurde vom VVB ein Informationskasten aufgehängt. Dort ist seitdem ein     von Vereinsmitgliedern und Bürgern erarbeitetes Faltblatt erhältlich.

  • Der VVB präsentiert sich mit einer Homepage im Internet. Der VVB veranlasst die Beschilderung von     historischen Feldwegen.

 

Heimat- und Kulturverein Bauerbach

 

2009

  • Im Zuge zunehmender Projekte mit heimatkulturellem und orthistorischem Hintergrund ändert der         Verschönerungsverein Bauerbach e.V. (VVB) seinen Namen in „Heimat- und Kulturverein Bauerbach e.V - (HKB)“

 

  • Das Gelände rund um die abgebaute Telefonzelle – beim sog. „Dallesplatz“ – wurde auf Initiative und nach Plänen des HKB umgestaltet.

  • Auf Initiative des HKB und mit Hilfe der Stadt Marburg und eines örtlichen Unternehmens wurde der       hintere Parkplatz am Bürgerhaus begrünt und die Parkfläche umgestaltet.
   
  collageDallesplatz   BaggerParkplatz
 

2010

  • Aufbau eines Insektenhotels mit Unterstützung eines örtlichen Betriebes.

  • HKB- Veröffentlichung eines Jahreskalenders für 2011 mit alten Luftaufnahmen von 1956.

2011

  • Sonderausstellung zum 100jährigen Jubiläum der Schule auf dem Loh.

  • Einhausung der Müllcontainer auf dem Parkplatz hinter dem Bürgerhaus durch Vereinsmitglieder und Bauerbacher Bürger.

   
  Schulausstellung2  
    Kopie von Mülleimer1
 
 
Begrüßungsschild

 

2012

Entwurf neuer Begrüßungsschilder in Kooperation mit einer Bauerbacher Künstlerin.

Aufbau der Schilder an beiden Ortseinfahrten.

 2013 

  • Erstellung einer Festschrift anlässlich des 775. Jubiläums zur urkundlichen Ersterwähnung. Das Heft mit Gastbeiträgen ist auch weiterhin beim Verein erhältlich.

  • Eine gespendete Tisch-Bank-Kombination wird am Waldrand aufgestellt.

2014

Reinigung und Ausstellung der historischen Kirchturmuhr im Pfarrheim.

2015

 
 
 
  • Wanderung durch den Forst zu Spiegelslust.
  • In einem auf Fortschreibung angelegtem Projekt werden auf dem Bauerbacher    Friedhof vom HKB Schriftsteine verlegt. Die Texte wurden auf Initiative des HKB   von einer Bauerbacher Arbeitsgruppe ausgewählt.

2016

 

2017

 


Bildquellen: VVB/HKB, * VVB Archiv